Dena-Umfrage: Bundesbürger passen Heizverhalten an steigende Energiekosten an und fordern gezielte staatliche Unterstützung für einkommensschwache Haushalte
Berlin, 6. Oktober 2022 – Die Auswirkungen der gestoppten russischen Gaslieferungen und die aktuelle Energieversorgung sind in nahezu allen privaten Haushalten ein zentrales Thema, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt. Fast alle Befragten rechnen mit einem teils erheblichen Anstieg der Heizkosten, jedoch hat bisher nur die Hälfte von ihnen konkrete Informationen über die steigenden Kosten erhalten oder eine Erhöhung vermerkt. Während 32 Prozent der Befragten noch keine eigenen Sparmaßnahmen ergriffen haben, hat die Mehrheit bereits ihr Heizverhalten angepasst. In Bezug auf die geplanten finanziellen Entlastungen der Bundesregierung wünscht sich eine überwältigende Mehrheit von 83 Prozent eine gezielte Unterstützung für Bürger mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Nur 15 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass alle Bürger unabhängig von ihrem Einkommen entlastet werden sollten, wobei diese Ansicht häufiger von Personen mit höheren Nettoeinkommen vertreten wird.
Angesichts der steigenden Energiepreise und der Energieknappheit beabsichtigen zwei Drittel der Haushalte konkrete Anpassungen. So planen 40 Prozent der Befragten, ihre Thermostate herunterzudrehen und auf eine bewusstere Heiz- und Lüftungsnutzung zu achten. Etwa 32 Prozent der Befragten möchten weniger Räume beheizen, während knapp jeder fünfte Haushalt (19 Prozent) Änderungen an der bestehenden Heizanlage vornehmen will, wie beispielsweise die Senkung der Vorlauftemperatur. Weitere 14 Prozent der Befragten erwägen die Erweiterung oder den Austausch ihres Heizsystems. Dies umfasst die Anschaffung von elektrischen Heizkörpern (4 Prozent), Investitionen in erneuerbare Technologien wie Solarthermie (4 Prozent) oder den Einbau zusätzlicher Öfen oder Kamine (3 Prozent). Zudem planen 8 Prozent der Befragten, Dämmmaßnahmen an der Gebäudehülle vorzunehmen.
Quelle DENA


